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31.07.2019

In Uehrde wurden Blütenträume wahr


Die Stimmung bei der Ausstellungseröffnung war so gut wie das Wetter und die gezeigten Werke

...von Petra Bordfeld

Das einstige Museum in Uehrde hatte sich für ein Wochenende in ein „Gewächshaus“ verwandelt, in dem 17 Künstlerinnen und Künstler ein buntes Blumenmeer in den unterschiedlichsten Techniken hatten erblühen lassen. Das Motto dieser bereits 25sten Ausstellung in der wohl kleinsten Kunstgalerie der Stadt Osterode lautete letztendlich „Blütenträume“.

Ingrid und Werner Kreckmann durften sich auch nicht „nur“ an das großes Interesse der zahlreichen Besucherinnen und Besucher freuen, sondern ebenso über eine Jubiläumstorte, welche Angela Wichmann gefertigt hatte, und über den Frosch, den Ingrid Kreckmann bereits während der 20sten Ausstellung geküsst hatte. Den überreichten ihr nämlich Bernd Schneider und Bärbel Kretschmar.
Doch bis zu diesem märchenhaften Moment waren Reden und Liebeiträge zu vernehmen, die auf große Aufmerksamkeit stoßen sollten.

So hieß Ingrid Kreckmann auch im Namen ihres Mannes alle aufs herzlichste willkommen, um erst einmal ein wenig zurückzuschauen. Sie erinnerte daran, dass es mit Einzelausstellungen begonnen hat, bei denen Arbeiten von Leo Passarge, Werner Joachim Schatz, Liesl Pinnecke und die Aquarelle der Malgruppe um Käthe Westerhausen zu sehen waren, bevor Themen vergeben wurden, um so die Vielfältigkeit eines Begriffs aufzuzeigen.

Auf die jetzige Ausstellung zu sprechen kommend, versicherte sie, dass es sie und ihren Mann sehr gefreut habe, dass so viele ihre „Blütenträume“ vorstellen wollten. „.In den Anblick von Blüten kann man sich versenken, er öffnet uns Augen und Herz“.
Gartenschauen würden gern besucht, aber Gemälde mit Blumen erfreuten den Betrachter auch im Winter. Gerne hole man sich Sträuße ins Haus, doch bräuchte man für die der Künstler keine Vase, sie verblühten schließlich nie. Und genau das hatten Beate Fahlbusch, Klaus Haase, Werner Harms, Joachim Hettwer, Sigrid Hettwer, Günter Heuer, Rudolf Klas, Wiebke Kock, Lothar Kolle, Bärbel Kretschzmar, Heidrun Kreykenbohm, Ludolf v. Oldershausen, Wilma Oppermann, Michael Raab, Bernd Schneider und Sabine Tippach mit ihren Werken unter Beweis gestellt.
Abschließend verriet die Sprecherin, dass das Thema für die Ausstellung, die im kommenden Jahr am 19. und 20 Juli zu sehen sein wird, „Zwischen Himmel und Erde“ sein soll. Passend dazu hatten sich schon jetzt zwei Spatzen auf dem Dach des einstigen Museums getrollt, und waren so zwischen Dach und Erde.

Helga Klages ergriff als stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Osterode das Wort und versicherte, dass sie auch als Dorsterin, als Nachbarin, gerne gekommen wäre. Sie dankte den beiden Kreckmanns dafür, dass sie erneut ihr entzückend kleines Häuschen für die Ausstellung zur Verfügung gestellt hatten. Der Ausstellungsort sei sehr gut gewählt, beweise er doch, dass man nicht nur in großen Städten etwas von Kunst versteht.

Gerade die „Blütenträume“ seien sehr aktuell, weil in der Natur leider immer seltener eine Blütenpracht zu sehen wäre. „Wir alle sind aufgefordert, dieses schnellsten zu ändern“.

Auf die ausgestellten Arbeiten zu sprechen kommend, versicherte sie,
dass sie die herrlichen Farbtöne liebe, welche die Natur hervorbringt, und sie bei ihren Wanderungen immer wieder begeisterten. „Sie alle haben das wunderbare Talent, eben dieses in den unterschiedlichsten Techniken wiederzugeben und damit ihre Gefühle, Eindrücke und die Verbindung zu unserer wunderschönen Natur auszudrücken. Darum beneide ich Sie wirklich“.

Alle trügen mit dieser Ausstellung dazu bei, die Gesellschaft zu motivieren, sich wieder mehr den angesprochenen Werten zuzuwenden. „Vielleicht bekommt ja auch der eine oder andere Lust, sich als Maler oder Malerin auszuprobieren“.

Genau diese Anmerkung griff Wilma Oppermann, Vorsitzende der Bürgergemeinschaft Stadtdorf Uehrde e. V., auf, die selbst auch als Malerin vertreten war. Denn sie forderte Helga Klages auf, 2020 aktiv dabei zu sein. Sie brachte ihre Freude darüber zum Ausdruck, dass vor dem Häuschen und in ihm selbst eine Vielfalt an Arbeiten zu sehen war. Und sie wünsche ein paar schöne Stunden in den „Blütenträumen“.

Hans-Jürgen Krohn wiederum hatte ein wenig in der Literatur gestöbert und brachte so Werke von Johann Wolfgang von Goethe, Heinrich Heine und Christoph Martin Wieland zu Gehör.

Der Gemischte Chor Schwiegershausen bat unter Leitung von Dieter Sadlik nicht nur zum Zuhören, sondern auch zum Mitsingen, wozu sich niemand zweimal bitten ließ.

Dann gehörte allen ausgestellten Werken und den Gesprächen mit den Künstlerinnen sowie Künstlern und der Kaffeetafel die ganze Aufmerksamkeit.

 



Ingrid Kreckmann (2. v. re.) freute sich, den Frosch küssen und behalten zu dürfen. Nicht minder erfreut waren ihr Mann Werner sowie Bernd Schneider (li.)und Bärbel Kretschmar

Hans-Jürgen Krohn entführte in die Welt der Poesie

Der Gemischte Chor Schwiegershausen wusste zu überzeugen und zu begeistern

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