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02.07.2019

PFH – Private Hochschule Göttingen hatte zum "Tag der offenen Tür" eingeladen


Ein Höhepunkt beim Tag der offenen Tür: Podiumsdiskussion mit Johannes Floors, Frank Busemann und dem Sportpsychologen Prof. Dr. Michael Gutmann (v.l.)

von Ralf Gießler

Göttingen) Längst ist die PFH Private Hochschule Göttingen in der Bildungslandschaft als älteste private, staatlich anerkannte Hochschule Niedersachsens fest etabliert und genießt einen exzellenten Ruf. Als eine privatwirtschaftlich finanzierte Hochschule setzt sie seit Jahren neue Impulse in den Bereichen Wissenschaft und Lehre, stets orientiert an den realen Bedürfnissen der Wirtschaft.

Am 14. Juni gab es nun für Interessierte die Gelegenheit, sich vor Ort in Göttingen umfassend über Möglichkeiten, die die PFH bietet, zu informieren. Professoren, Studenten und Mitarbeiter standen in der Zeit von 15 Uhr bis 21 Uhr zur Verfügung, um Fragen zu beantworten oder auch Ratschläge und Tipps zu geben - ganz nach dem eigenen Motto "Schauen. Informieren. Erleben". Neben Gewinnspielen standen Mitmachaktionen, Infostationen oder Schnuppervorlesungen zu verschiedenen Themen auf dem Programm.

Ein Höhepunkt war sicherlich die Podiumsdiskussion mit dem ehemaligen Zehnkämpfer Frank Busemann sowie dem Sprinter Johannes Floors. Busemann, Olympia-Silbermedaillengewinner im Zehnkampf von Atlanta 1996 und Floors, Goldmedaillengewinner bei den Paralympischen Spielen in der 4x100-Meter-Staffel, stellten sich gemeinsam mit dem Sportpsychologen Prof. Dr. Michael Gutmann den Fragen des Publikums zum Thema "Vom Leistungssport lernen: bewegen - entscheiden - motivieren".

Moderator der Diskussionsrunde, Prof. Dr. Frank Albe, Präsident der PFH, stellte zu Beginn an Frank Busemann und Johannes Floors die Frage, was denn Sport in ihrem Leben bewirkt habe. Floors meinte dazu, dass der Sport ihn selbstbewusster machte. Dazu müsse man wissen, dass er mit einem Gendefekt geboren wurde, keine Wadenbeine und nur verkümmerte Füße hatte. Im Teenageralter stand er vor der Wahl - entweder ein Leben im Rollstuhl oder eine Amputation. Floors entschied sich für Letzteres. "Es war natürlich keine einfache Entscheidung, aber die richtige." Alles habe sich seitdem positiv geändert: "Die Schmerzen sind weg, und ich kann mit meinen Prothesen alles machen." Frank Busemann ergänzte, dass er aus seiner aktiven Zeit die Leidensfähigkeit des Sportlers mitgenommen habe ins jetzige Leben. "Ich kann mit Niederlagen umgehen, Fairness und Ziele zu haben, ist sehr wichtig." Trotzdem sei er aber auch froh, seinen Weg aus dem Sport gefunden zu haben.

Die Höhen, Tiefen und Gefahren eines Sportlerlebens wurden erörtert - Stichwort Doping - , ebenso die Möglichkeiten der Finanzierung. Frank Busemann meinte, dass Geld allein genommen kein Antrieb sein solle. Prof. Dr. Michael Gutmann ergänzte, dass die Begeisterung etwas sportlich zu tun, den Sport dominieren solle. Johannes Floors merkte an, dass er zwar finanziell über die Runden komme, jedoch sei eine Rücklagenbildung nicht möglich, dazu sei seine Sportart zu wenig publikumswirksam.

Ein rundum gelungener "Tag der offenen Tür", der in lockerer Atmosphäre die Stärken der PFH verdeutlichte sowie für neue Studenten die Möglichkeiten unterstrich, die sich ihnen bei Besuch der Hochschule bieten werden.


Bei der ShelterBox (v.l.): Dr. Friedhelm Rudolph, Prof. Dr. Frank Albe, Frank Busemann, Henning Bloech, Prof. Dr. Bernt R. A. Sierke, Hasso Werk und Susanne Heller.

Wie geht man auf Prothesen? Dies lässt sich mit den so genannten "Walkern" nachempfinden.

Absolventen mit ihren Professoren (v.l.): Isabel Schauß, Anna-Lena Keilholz, Prof. Dr. Frank Albe, Dr. Hanno Kortleben, Prof. Dr. Bernt R. A. Sierke und Paul Sandmann. In einer Talkrunde sprachen die vier Alumni über Studium und Berufseinstieg.


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