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24.06.2019

Anmeldung zum Ferienpass soll zeitgemäßer und einfacher werden


Jörg Hüddersen mit der Ausschussvorsitzenden Hannelore Gropengießer bei der Ausschusssitzung.

Jörg Hüddersen stellte im Jugend-und Sozialausschuss das Online-Anmeldeverfahren FEPA + vor.

von Herma Niemann

Vielerorts erfolgt die Anmeldung zum Ferienpass noch im analogen Verfahren mit Anmeldebögen. So auch in der Samtgemeinde Hattorf. Das soll sich aber zukünftig ändern. Und zu diesem Zweck hatte der Jugend- und Seniorenausschuss den Internetdienstleister Jörg Hüddersen aus Osterode eingeladen, der die von ihm entwickelte Online-Ferienpass-Verwaltung FEPA+ vorstellte.

Diese Programm ist ein komplettes Verwaltungssystem für alle Beteiligten, für die Kinder und deren Eltern, externe Veranstalter und die Jugendpflege. Mit dem Programm können verschiedenen Saisons verwaltet werden, und es bedarf auch keiner Installation. Bei der Planung von Veranstaltungen kann auf vorherige zurückgegriffen und die Texte ganz leicht übernommen werden. Externe Veranstalter können online miteingebunden werden, erklärte Hüddersen.

Die Buchung über das Portal arbeitet zeitgesteuert in zwei möglichen Vergabeverfahren, zum einem nach dem sogenannten „Windhund-Prinzip“ (also wer zuerst kommt, malt zuerst) oder nach halbautomatischer Verteilung. Dabei ist möglich, dass die Kinder ihre Prioritäten angeben. Auch das nachträgliche Einfügen eines zweiten Termins derselben Veranstaltung ist möglich. In der Durchführung führt das System ein Kassenbuch, wodurch auch unbezahlte Plätze wieder frei gegeben werden können. Auch der Download von Handzetteln für Kinder und Eltern mit Hinweisen zu der Aktion ist möglich.

Das Online-Verfahren verfasst auch Veranstaltungsabrechnungen und Statistiken, die Hüddersen als Dienstleister nach den jeweiligen Wünschen erstellt. In diesem System können mehrere Gemeinden die gemeinsamen Aktionen anbieten, aber getrennt abrechnen. Die Programmierung und das Design kann nach individuellen Wünschen ergänzt und angepasst werden., so Hüddersen. Unter www.fepaplus.de finden Interessierte die Demoversion zum Ausprobieren. Weiter berichtete Hüddersen, dass eine Einrichtung rund zehn Tage dauere und auch eine Verlinkung zur Homepage der Gemeinde möglich sei.

Momentan arbeite Hüddersen noch daran, eine verbesserte Darstellung für die Handy-Nutzung zu entwickeln. „So könnten wir das machen, eventuell auch mit einer Partnergemeinde, um die Kosten zu teilen“, so die Ausschussvorsitzende Hannelore Gropengießer. Über die Einführung eventuell auch mit einem Partner soll in den Fraktionen beraten werden. Dieses Verfahren sei zeitgemäßer und vereinfache die Arbeit der Jugendpflege, betonte Henning Eulert (CDU).

Das bestätigte auch der hauptamtliche Jugendpfleger, Robert Holz. Dieser stellte im Anschluss seinen Bericht zur Kinder- und Jugendpflege für das erste Halbjahr vor. Demnach seien die Jugendräume in Hattorf und Hörden gut frequentiert. Die Jugendlichen werden über eine WhatsApp-Gruppe über die Öffnungszeiten, Aktionen und Projekte informiert. „WhatsApp ist Fluch und Segen zugleich“, so Holz „aber bei den Jugendlichen läuft nichts mehr ohne“.

Weiter berichtete der Jugendpfleger, dass das Kinder-und Jugendbüro (KJB) im April auf die Problematik der Hortkinderbetreuung ab August von einer Elternvertreterin angesprochen wurde. Ab August können die Grundschulkinder nicht mehr im Kindergarten in Hattorf als Hortstätte in den Mittags- und Nachmittagsstunden betreut werden. Grund dafür ist die hohe Anzahl von Anmeldungen für einen Kindergarten-Ganztagsplatz. Deshalb muss die bisherige altersübergreifende Nachmittagsgruppe mit Hortkindern aufgegeben werden. Nun suche das KJB mit den Eltern nach Alternativen. In Augenschein gerückt seien die Räumlichkeiten des Mädchencafés in der Mühlenwehrstraße in Hattorf. Dort könne eine niederschwellige Betreuung, die allerdings von den Eltern organisiert werden müsse, stattfinden.

Der Samtgemeindebürgermeister, Rolf Hellwig, sei grundsätzlich mit dieser Art Betreuung einverstanden, wenn diese im Rahmen der Kindertagespflege und nicht nach dem Kindertagesstätten-Gesetz stattfinde. Für beides gelten unterschiedliche rechtliche Voraussetzungen. Die Gemeinde würde den Raum gegen eine moderate Pauschalmiete für Energiekosten zur Verfügung stellen. Betreuungskosten müssten dann im Rahmen der Kindertagespflege zwischen den Betreuungspersonen und den Eltern abgeschlossen werden. Die Betreuung soll wahrscheinlich an vier Tagen pro Woche stundenweise erfolgen.


Im Mädchencafé in der Mühlenwehrstraße könnte eine privat organisierte Hort-Betreuung für Grundschulkinder entstehen.

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