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17.03.2018

Zwillinge haben zwei Väter und eine Mutter


Im gelben Bademantel gibt Barbara Küppers „Zwergnase“ im Beisein von Schafmamma „Liesel“ und dem fünf Stunden älteren Bruder das Fläschchen.

von Petra Bordfeld

Der Arche-Park, welcher im Pony-Hof in Wulften gelegen ist, macht seinem Namen alle Ehre. Denn „Liesel“, ihres Zeichens ein Coburger Fuchsschaf, hat Zwillinge zur Welt gebracht, die zwei Vater haben. Als Barbara Küppers Geburtshilfe gab, ging sie davon aus, dass das erste schwarze „Wollknäuel“ ein Einzelkind sei. Doch weit gefehlt. Denn fünf Stunden später machte sich ein wesentlich kleineres, drahtiges, nicht minder schwarzes Wesen auf den Weg in die Welt des Parks.

Nicht nur der Mensch schaute verdutzt, auch das Muttertier. Denn der Vater seines noch namenlosen Wonneproppens, der mittlerweile stolze 10,8 Kilogramm auf die Waage bringt, ist kein anderer als „Bulli“, der Wallisa Schwarznasenbock. Und der kleine, gerade mal vier Kilogramm leichte „Zwergnase“ hat einen Quessantminiature-Schafbock als Vater.

Und Barbara Küppers hat wieder ihren traditionellen gelben Bademantel herausholen müssen, den sie schon letztes Jahr immer dann anzog, wenn sie dem kleinen Rentierbullen „Lycka“ die Milchflasche reichte. Denn, als schäme sich „Liesel“ für ihren „Fehltritt“, hat sie den kleinen Zwilling zwar sorgsam trocken geleckt, aber dann wollte sie nichts mehr von ihm wissen.

Also musste die Pony-Hof-Besitzerin ihn in Sicherheit, und damit in die Kinderstube der Schafe, bringen, wo es jetzt mit anderen „Flaschenkindern“ rumtoben kann. Und immer wenn sie ihm das Milchfläschchen gibt, zieht sie den wirkungsvollen gelben Bademantel über. „Bloß gut, dass ich ihn nur weg gehängt und nicht weg geworfen habe“, so die Ziehmama.

Sie ließ in dem Zusammenhang durchblicken, dass am Ostermontag, wo ab 12 Uhr wieder das traditionelle Ostereiersuchen startet, „Zwergnase“ und seine Spielgefährten selbstredend auch ihre Fläschchen bekommen werden. „Wenn in dem Augenblick gerade Kids zugegen sein werden, dürfen sie sich auch mal das Fläschchen reichen versuchen.“

 

DIE DREI SCHARASSEN

Das Coburger Fuchsschaf ist eine Hausschaf-Rasse des Hausschafs. Es handelt sich um eine anspruchslose und widerstandsfähige alte Landschafrasse, die früher besonders in kargen Mittelgebirgslandschaften weit verbreitet war. Eine Besonderheit des Coburger Fuchsschafes ist seine Farbe. Bei der Geburt haben die Lämmer eine goldgelbe bis rotbraune Farbe; die Farbe der Wolle hellt im Laufe der Zeit auf, hat aber auch bei erwachsenen Tieren im Allgemeinen noch einen leicht rötlichen Schimmer; am Kopf und an den 

Bei dem Wallisa Schwarznasenbock sind die schwarzen Partien an Nase, Augen, Ohren, Vorderknien, Sprunggelenkknöcheln und Füßen charakteristisch im ansonsten weißen Fell. Er bildet gedrehte Hörner aus. Widder wiegen durchschnittlich 80 bis 100 Kilogramm, Auen 70 bis 80 Kilogramm. Die Körper der Walliser Schwarznasen sind vollständig bewollt, also auch an den Beinen und im Gesicht. Widder liefern jährlich einen Wollertrag von 3,5 bis 4,5 kg, Auen 3,0 bis 4,0 kg. Die Wolle ist rau, langfaserig und erreicht Längen von weit mehr als 10 Zentimetern. Neben der feinen Unterwolle 

Das Ouessantschaf (OUS), auch Bretonisches Zwergschaf (internationale Bezeichnung Ushant), ist die kleinste Schafrasse Europas. Es hat seinen Namen von der Île d’Ouessant, einer 15,6 Quadratkilometer großen, baumlosen, französischen Atlantik-Insel.

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