Regionales / Stadt Osterode / Förste/Nienstedt

15.03.2022

Schafferfest und neues Spielgerät stehen in Förste an


Dieses alte Spielgerät musste schon dem Neuen Platz machen

von Petra Bordfeld

Dass sich in Förste so Einiges tun wird, das wurde während der von interessierten Einwohnern gut besuchten Sitzung des Ortsrates Förste deutlich. Zum einen ging es darum, dass die beiden Schaffer Felix Schmidt und Felix Wedemeyer Pfingsten ein Fest auf die Beine stellen wollen, zum anderen wird auf dem Gelände der Grundschule Sösetal ein neues Spielgerät aufgestellt

Außerdem stehen die letzten Baugrundstücke in der Kunstbucht vor der Verlosung, die neue Flutlichtanlage auf dem Sportplatz ist in Sicht und in diesem Jahr darf wohl endlich wieder in Nienstedt und Förste ein Osterfeuer entfacht werden.

Doch bevor die Sitzung in der Mehrzweckhalle offiziell begann, bat Ortsbürgermeister Harald Dix darum, sich in Gedenken der Opfer des Krieges in der Ukraine und der Flüchtlinge zu erheben. Damit sollte ein kleines Zeichen der Solidarität an die Bevölkerung dieses gepeinigten Landes gesendet werden, zu dem auch die Hoffnung gehört, dass Putin den Krieg möglichst rasch beendet.

Da die Stadt Osterode die Osterfeuer-Entscheidung in die Hände der Ortsräte gelegt hat, wurde sich nach Absprache mit der Osterfeuergemeinschaft Förste und der Freiwilligen Feuerwehr Nienstedt für den Vorbehaltsbeschluss entschieden, in dem festgehalten ist, dass dieses Osterfest stattfindet, wenn die rechtlichen Rahmenbedingungen es erlauben und die eventuellen Corona-Hürden auch zu überwinden sind. Allerdings sollten alle daran denken, dass Brennmaterialien erst am Ostersamstag angeliefert werden darf.

Stadtinspektor Konstantin Müller berichtete, dass vor der Grundschule ein neues, großes Spielgerät aufgebaut wird, welches ein Wert von rund 15 000 € und bestimmt keinen Platz im Garten hat. Der Grund dafür liegt darin, dass das Alte nicht mehr den Standartvorschriften entspricht. Müller hatte aber eine weitere sehr positive Mitteilung mitgebracht. Der Liefertermin der lang ersehnten neuen Flutlichtanlage soll im April liegen. Im Anschluss werde sie wohl installiert und angeschlossen werden.

Und er betonte, dass alle Interessenten an einem der Baugrundstücke in der Kunstbucht angeschrieben und um den Entscheid gebeten worden sind, welches der Grundstücke sie haben möchten. Wenn diese Aktion zu Ende ist, dürfte es zu einer Verlosung kommen, weil es mehr Interessenten als Grundstücke gibt. Ende dieses Monates wird voraussichtlich der Entschied gefallen sein.

Ortsbürgermeister Harald Dix wiederum offenbarte, dass Felix Schmidt und Felix Wedemeyer wollen, dass es wieder vorangeht und as Pfingstfest ausrichten. Dafür möchten sie die Mehrzweckhalle, den Dreschschuppen und den Sportplatz hinter der Grundschule nutzen dürfen. Sowie das Programm feststeht, wird es bekannt geben, und auch durchgeführt, wenn nicht die Covid-Vorschriften einen Strich durch die Rechnung machen.

Dix ließ aber auch die ungewöhnliche Kriegsgräbersammlung des vergangenen Jahres nicht unerwähnt. Man sei nicht von Tür zu Tür gegangen, sondern hätte auf dem Parkplatz des Sösetal-Marktes gesammelt und dürfe über das Ergebnis, 435,27 Euro stolz sein. „Dieses Sammelergebnis schreit nach Wiederholung“.
Die vielen Dankesworte der älteren Generation für die ebenso ungewöhnlichen Weihnachtsgrüße hätten ebenfalls gezeigt, dass auch hier der richtige Weg beschritten wurde.

Und er ließ auch diesmal das Thema „Cordes-Abriss“ nicht unerwähnt. Die Ausschreibung des Landkreises ist abgeschlossen und es scheint sich ein positives Ende zu finden.

Abschließend ließ er durchblicken, dass sich einige Initiatoren damit befassen, in Förste und Nienstedt einen Bürgerverein ins Leben zu rufen. Wenn das Unterfangen spruchreif ist, werde zu einer Info-Veranstaltung geladen. „Das große Interesse für einen derartigen Verein ist jedenfalls da".

Der Ortsbürgermeister erinnerte aber auch daran, dass sich die Lokalpolitiker beider Fraktionen zu den Problemen „verkehrsberuhigte Ortseinfahrten“ und „Zebrastreifen“ bereits Gedanken gemacht haben. “Wir sollten mal überlegen, wie wir was angehen wollen“. Eine Verkehrsschau mit allen beteiligten Stellen wäre sicher ein guter Einstieg in das Thema. Das größte Sorgenkind sei immer noch die Tatsache, dass die Stadt die vom Ortsrat und den Eltern gewünschte 30er Zone an der Schule nicht umsetzen dürfe, weil die Ortdurchfahrt eine Landesstraße ist. 

Ortsratsmitglied Steffen Küppers mahnte an, dass es niemanden helfe, wenn der Ortsrat beginnt zu philosophieren. Vielmehr bräuchte man Perspektiven und jemanden an ihrer Seite, der die Ideen ernst nehme.  Das war das Stichwort für Osterodes Bürgermeister Jens Augat. Man sollte ihm mal genau auflisten, um was es vorrangig geht, denn er kommt gerne zusammen mit Vertretern der Verwaltung und der Landesbehörde nach Förste, damit endlich ersehnte Lösungen gefunden werden.

Als es um die „Ausstattung der Sportstätten und Kinderspielplätze ging, wies Harald Dix darauf hin, dass Maßnahmen, die viel Geld kosten, rechtzeitig beantragt werden müssen. So gelte es, eben die Sportstätten ins Auge zu fassen, und zu überlegen, ob das eine oder andere wirklich benötigt werde. Er wolle sich mit dem MTV und dem SV zeitnah treffen, um deren Vorstellen zu hören und zu überlegen, ob die finanziell überhaupt realisierbar sind.

Zum Thema Kinderspielplätze dürfe gesagt werden, dass sich der in der Mühlenstraße in einem guten Zustand befände, was von dem in den Kampwiesen nicht gesagt werden könne. „Er ist nicht gerade sehenswert“. Er bat darum, dass die am Schlagbaum abgebauten Geräte mal unter die Lupe genommen werden sollten, um zu sehen, ob sie in den Kampwiesen erneut aufgestellt werden können.

Bei einigen Tagesordnungspunkten bat Harald Dix seine Ortsratskollegen und Kolleginnen darum, sich bis zu nächsten Sitzung Gedanken über deren Verwendung zu machen. Dabei geht es um die  6.100 Euro Ortsratsmittel ebenso wie um die 500 Euro des Dorfbudgets des Landkreises Göttingen und den 2.000 Euro des Ehrenamtsfonds der Harz Energie.

Nicht überlegt werden musste, als es um die Bestellung eines Ortsjugendpflegers ging. Man entschied sich einstimmig für Alexander Becker.

Einstimmigkeit herrschte ebenso vor, als es um die Anträge auf Nutzung städtischer Einrichtungen ging. So darf der MTV seine RTF-Tour und den Silvesterlauf durchführen. Die Freiwillige Feuerwehr wird am 25. Mai zu ihrer Dienstversammlung in die Mehrzweckhalle laden. Dort darf der Elternrat der Kita Förste seinen Secondhandbasar am 24. und 25. September ausrichten und das DRK Förste die Blutspendeaktion am 20. April und am 22. November durchführen.

Um die folgenden Bilder vergrößern zu können, müssen Sie eingeloggt sein und ein Eseltreiber-Abo haben:


 

Anzeige