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09.10.2021

L 515 zwischen Langelsheim und Lautenthal vom 11. bis 22. Oktober voll gesperrt


Wegen Baumfällarbeiten wird die L 515 zwischen Langelsheim und Lautenthal zwei Wochen lang voll gesperrt.

Landesforsten entfernen Gefahrenbäume im Tal der Innerste

...Nds. Landesforsten

(SEESEN) Die Landstraße 515 zwischen Langelsheim und Lautenthal ist vom 11. bis 22. Oktober 2021 voll gesperrt. Grund sind Baumfällarbeiten im Bereich der Innerstetalsperre beidseitig der L 515, teilt das Niedersächsische Forstamt Seesen mit. Fuß- und Radweg westlich der Innerste sind nicht von der Sperrung betroffen.

Förster Cord Beismann lässt schadhafte oder abgestorbene Laub- und Nadelbäume entlang der Straße entfernen, die infolge von Trockenheit, Pilz- oder und Borkenkäferbefall geschädigt sind. Eine Umleitung auf der Kreisstraße 35 über Wolfshagen ist ausgeschildert. Die Sperrung erfolgt nach der Abzweigung der K 35 Richtung Wolfshagen bis zum Ausflugslokal Berghof in Langelsheim.

Eine einseitige Sperrung der Kreisstraße 35 ist zusätzlich an der Abzweigung nach Wolfshagen eingerichtet. Hier regelt eine Ampelanlage den Verkehr.

Der Campingplatz und auch das Hotel Berghof an der Innerstetalsperre sind über Langelsheim zu erreichen. Aus Gründen der Arbeitssicherheit fällen Forstmaschinen die Gefahrenbäume von der Straße aus. Forstwirte aus dem Forstamt Seesen und örtliche Forstunternehmen führen die Arbeiten aus. Laut Angaben der Niedersächsischen Landesforsten müssen an dem bewaldeten Straßenabschnitt sowohl Fichten als auch Laubbäume entfernt werden. „Wir dürfen die nach Borkenkäferbefall vertrockneten Bäume nicht einfach stehenlassen. Spätestens nach einem Jahr sind sie nicht mehr standsicher, können auf die Straße brechen“, erläutert Cord Beismann. Der Forstmann ergänzt: „ Die Bäume, die dicht an der Straße stehen, sind bis zu 25 Meter hoch und wir können sie Dank der Sperrung zügig aufarbeiten, ohne Verkehrsteilnehmer zu gefährden“. Bei vorzeitiger Fertigstellung werde die Vollsperrung auch früher wieder aufgehoben, kündigt Förster Beismann an.

Klima-Folgekosten verursachen hohe Arbeitsbelastungen und sind extrem teuer

Drei trockene Sommer (2018-2020) in Folge hätten neben Fichten auch alle anderen heimischen Waldbäume geschwächt. Die Klimaveränderungen würden Massenvermehrung von Schadinsekten selbst an Eichen und Buchen begünstigen, beobachten Harzer Forstleute. Die Landesforsten rechnen mit weiter steigenden Ausgaben für Verkehrssicherung entlang öffentlicher Straßen. Die Dürrefolgen und die Borkenkäferschäden entlang der Bundes-, Land- und Kreisstraßen seien überall im Harz sichtbar. „Das sind Folgen des Klimawandels. Sie binden unsere Arbeitskraft und Spezialmaschinen und sind für die Forstbetriebe extrem teuer“, rechnet Revierförster Frank Schmidt, der die Försterei Luchsstein leitet. Der Forstmann erwartet weitere Vollsperrungen in den nächsten Jahren in seinem Bereich und den Nachbar-Revieren im Forstamt Seesen.

Die Landesforsten bitten Verkehrsteilnehmer, Anlieger und Waldbesucher um Verständnis für Forstarbeiten entlang öffentlicher Straßen. Abgestorbene Bäume sind eine latente Gefahrenquelle. „Wer die Absperrungen nicht respektiert, begibt sich in Lebensgefahr und gefährdet die verantwortungsvolle Arbeit der beteiligten Forstunternehmen“, so der Appell der Seesener Forstleute und der beteiligten Fachfirmen aus der Region.

 

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