Panorama

25.09.2021

Für konsequente Klimapolitik


Klimastreik in Göttingen mit 6000 Demonstrierenden 

von Christian Dolle

Als 16-jähriger Schüler mahnte Tim beim Klimastreik in Göttingen, dass diejenigen, die wählen dürfen, doch bitte dafür sorgen sollen, dass er und seine Generation in einigen Jahren überhaupt noch eine Wahl haben. Fridays for Future hatten in vielen Städten zum Streik für das Klima aufgerufen, so auch mit einem Marsch durch die Göttinger Innenstadt.

Auf dem Hiroshima-Platz vorm Rathaus ging es los, zunächst mit einigen dramatischen Worten zu Extremwetterlagen, die sich in den vergangenen Jahren vervielfacht haben, zu massiven Waldbränden überall auf der Welt, zu Dürren und etlichen anderen Gründen, die Menschen dazu zwingen, aus ihrer Heimat zu fliehen. All das sei schon dramatisch genug, werde der überwiegenden Mehrheit der Wissenschaftler zufolge aber in den nächsten Jahren zu Lebensbedingungen führen, die wir uns heute noch kaum vorstellen mögen.

Insbesondere den jüngeren Generationen macht das Angst und sie appellieren an die älteren, endlich etwas zu tun. Das Problem ist bekannt, seit Jahrzehnten schon, doch die Politik weigert sich, endlich Maßnahmen zu ergreifen, die dazu führen, die global vereinbarten Klimaziele auch nur annähernd einzuhalten. Gerade vor der morgigen Bundestagswahl wollten diejenigen, die noch nicht wählen dürfen, die aber mit den Folgen heutiger Entscheidungen leben müssen, wachrütteln und sich durch Demos eben selbst eine Stimme verschaffen. 

Nach der Kundegebung ging es dann los am Bahnhof vorbei, durch die Innenstadt und bis zum Albaniplatz, wo es zum Abschluss ein Konzert gab. Nach Schätzungen folgten etwa 6000 Menschen, nicht nur Jugendliche, sondern alle Altersgruppen, Institutionen, Gruppierungen, Kirchen, Kulturschaffende und und und. 

Es waren nicht nur Schüler, die dort unterwegs waren, weil sie den Unterricht schwänzen wollten, es waren auch ihre Eltern und Großeltern, die sich um die Zukunft sorgen, um die Lebensbedingungen auf unserem Planeten bangen. Und es waren Menschen, die nach Jahrzehnten des Wissens um Problematiken des Klimawandels diejenigen in die Pflicht nehmen wollen, die die Macht und die Möglichkeiten haben, etwas zu verändern. 











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