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20.07.2021

Bunte Inseln in der Stadt


Mit einem vorsichtigen Event zurück zur Normalität

...von Christian Dolle

Bunt präsentierte sich Osterode am Wochenende. Das lag nicht nur an den vielen Luftballons, die die Kinder gemeinsam steigen ließen, sondern an vielen kleine über die Innenstadt verteilten Aktionen, die eine Lebensfreude aufgriffen, wie sie lange nicht zu spüren war. Die Geschäfte hatten am Samstag länger geöffnet, überall gab es kleine bunte Inseln voller Angebote, auf die viele so kräftezehrende Monate gewartet haben.

Sowohl den Besuchern wie auch den Geschäftsleuten und Stadtbetreibern, Musikern etc. war deutlich anzumerken, wie gut eine Rückkehr zur Normalität tut, wie wichtig öffentliches Leben ist. Durch genug Raum zwischen den einzelnen Ständen, also sozusagen einen dezentralen Aufbau musste sich einerseits niemand scheuen, wieder unter Leute zu gehen, andererseits hatte vieles einen fast schon spontanen Charakter und drückte umso mehr persönliche Lebensfreude aus.

Als Aktion des Vereins für Tourismus und Marketing war es aber im Grunde auch ein sehr persönliches Event, war es doch vor allem Daniel Li, der gemeinsam mit Simone Kruse vom Spielzeugladen die Idee hatte und schnell immer mehr begeisterte Osteroder fand, die mitzogen. In nur wenigen Wochen stellten er und einige helfende Hände alles auf die Beine, am Samstag selbst war es Daniel, der mit dem Roller durch die Stadt fuhr und noch immer für alles Mögliche der Ansprechpartner war.

Und zu organisieren gab es ja durchaus einiges, denn noch immer sind gewisse Vorsichtsmaßnahmen zu beachten, noch immer überschattet die Sicherheit manch kreativen Höhenflug. So durften auch die bunten Ballons – übrigens aus biologisch abbaubarem Latex –  nur aus einer bestimmten gekennzeichneten Zone heraus steigen gelassen werden, und es durfte natürlich auch nur eine begrenzte Anzahl Kinder sein, die an der Aktion teilnahmen.

Dem Spaß tat all das keinen Abbruch, eben auch dank der guten Organisation.
Dabei ist Daniel Li zwar im vtm tätig, jedoch nicht bei der Stadt angestellt und macht es dementsprechend nicht, um daran zu verdienen. „Sondern, weil ich meine Heimatstadt liebe und im Rahmen meiner Möglichkeiten zur Attraktivität hier beitragen will“, sagt er. Das galt wohl für die meisten, die am Samstag dazu beitrugen, dass viele ihren Spaß hatten, endlich wieder gemeinsam feiern und öffentliche Veranstaltungen besuchen konnten. 

Nein, wir sind sicher noch lange nicht wieder in der Normalität angekommen. Die Pandemie und ihre Auswirkungen werden uns noch eine ganze Weile begleiten. Doch jetzt ist es wichtig, wieder an all das anzuknüpfen, was unser gesellschaftliches Leben ausmacht, vielleicht sogar bewusster ausmacht als zuvor. Daher ist zu hoffen, dass es sich so verhält, wie Frank Bode (alias Piet der Pirat) es ausdrückt: „Ich glaube, viele Leute haben die regionale Kultur in dieser Zeit noch mehr zu schätzen gelernt.“ 















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