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18.05.2021

Familienzentrum Herzberg plant vorsichtig Aktionen


Familie Minxalli-Gottschlich hat einen der ersten Preise des Ideenpools des Familienzentrums Herzberg gewonnen

Auch unter der Corona-Krise bietet das Familienzentrum Beratung und Hilfestellung an/Antragsteller für Homeschooling-Endgeräte erhalten Unterstützung

...von Herma Niemann

Das Miteinander, der soziale Kontakt, der Austausch, das ist, wovon ein Familienzentrum lebt und wovon Kinder, Eltern und Großeltern profitieren. Doch unter der Corona-Krise, keine Chance auf fröhliches Miteinander, Veranstaltungen und Aktionen.

Bis auf die Einzelfallberatungen zum Thema Bildung und Teilhabe (über Jobcenter), der Gesellschaft für Arbeit und Berufsförderung (GAB) sowie die Beratung für Eltern, Kinder und Jugendliche habe im Familienzentrum in Herzberg in Trägerschaft der Lebenshilfe leider nicht viel stattfinden können, wie die Leiterin Iris Schmitz in einem Gespräch mit unserer Zeitung berichtet. Aufgrund der sinkenden Inzidenzzahlen und der Lockerungen bei den Corona-Auflagen, plant das Familienzentrum jetzt aber ganz vorsichtig, ab Juni wieder mit den Angeboten zu beginnen. Bei der Gelegenheit erklärt Schmitz, dass das Familienzentrum für alle da sei, und nicht nur für Familien mit Kindern mit Beeinträchtigungen. „Wir wollen für alle Familien ein niederschwelliges Angebot mit Beratung zu Bildungs- und Erziehungsfragen anbieten“, so Schmitz.

Die Voraussetzungen für die Angebote sind geschaffen, genügend Platz pro Person ist in den Räumlichkeiten vorhanden, dazu gibt es ein Hygiene-Konzept, das die Pflicht des Maskentragens, Abstandhalten und des Desinfizierens beinhaltet. Zu den Angeboten, die wieder aufleben sollen, gehört das Café Kinderwagen für Eltern mit Kindern von Null bis drei Jahren, das bisher nur mit einer Familie durchgeführt werden durfte, der Elterntreff, die Geburtsvorbereitungskurse (fanden online statt), der internationale Frauentreff und die Kochgruppe „Pro Veg“. Ein konkreter Termin, der hoffentlich eingehalten werden könne, sei der für den ersten Elterntreff geplant. Dieser soll am Mittwoch, 2. Juni, in der Zeit von 9.30 bis 11 Uhr stattfinden. Thema des Treffs soll „Regeln und Grenzen in der Erziehung“ sein. Die Teilnehmerzahl ist auf zehn Personen begrenzt.

Aufgrund der langen Pause bei den Angeboten, können sich Interessierte gerne bei der Leiterin des Familienzentrums melden und ihr Interesse zu den Aktionen bekunden. Auch für neue Ideen und Anregungen hat Schmitz ein offenes Ohr. Zum ersten Mal stattfinden sollen auch die Willkommensbesuche für neue Erdenbürger, aber auch für neu zugezogene Familien mit Kindern. Die Willkommensbesuche werden Iris Schmitz und die beiden Ehrenamtlichen Susanne Gotter und Jamie Teuber übernehmen. Die Eltern erhalten dabei Informationen zur Entwicklung des Kindes, zu inklusiver Frühförderung und zu allen anderen gesundheitlichen Fragen sowie Informationen zur Stadt Herzberg. Geplant hat Schmitz aber auch neue Aktionen, deren Durchführung allerdings noch in den Sternen stehe. Geplant ist ein „Repair-Café“, bei dem Herzberger Einwohner unter Anleitung eines Fachmanns ihre Kleinelektrogeräte reparieren können, ein klimafreundlicher Kochkurs zusammen mit der Gruppe „Pro Veg“ sowie ein „Näh-Café“, bei dem Kinderkleidung repariert werden kann, in gemütlicher Runde mit Kaffee und einer Kinderbetreuung.

Was viele Eltern vielleicht auch nicht wissen, ist, dass sich das Familienzentrum um die Anträge im Rahmen des Präventionsfonds kümmert. Der Fond bietet direkte Unterstützung für Familien, Schüler und Alleinerziehende in Notlagen beim Homeschooling, zum Beispiel bei der Beschaffung von Laptops, Tablets oder Drucker, aber auch bei der Fortbildung zum Umgang mit der Technik. Die Förderung beträgt bis zu 1.000 Euro. Antragsberechtigte können den Antrag über das Familienzentrum stellen, Empfänger von SGB II über das Jobcenter. Infos zum Familienzentrum gibt es auf der Homepage der Lebenshilfe, auf Facebook, per Mail familienzentrum@hel-herzberg.de oder per Telefon 05521-73899-68.

Die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) ist erreichbar unter der Telefonnummer 0551-384200888 und die CAMINO-Beratung und Unterstützung für psychisch belastete Eltern und Ihre Kinder unter der Telefonnummer 0176-22917307. Für die „Mutmachgruppe für Kinder“ ist eine Anmeldung unter der Telefonnummer 0176-22917307 erforderlich. Das Gruppenangebot richtet sich an Familien mit Kindern im Alter von sieben bis zwölf Jahren, bei denen ein oder beide Elternteile psychisch erkrankt und belastet sind.

Gewinner des Ideenpools mit einem der Hauptgewinne ist die Familie Minxalli-Gottschlich, die einen Gutschein für ein Esel-Trekking im Gut Herbigshagen gewonnen hat.

Um die folgenden Bilder vergrößern zu können, müssen Sie eingeloggt sein und ein Eseltreiber-Abo haben:


Die Leiterin des Familienzentrums Herzberg freut sich darauf, dass hoffentlich bald die Angebote wieder starten und die Menschen sich wieder treffen können

 

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