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11.09.2020

Die Ferienaktionen des Märchentales kamen sehr gut an


Sie erstürmten beim Märchental-Besuch als erstes das Kräutertee und waren begeistert zu wissen, was dort steht

In den Herbstferien wird erneut durchgestartet

von Petra Bordfeld

Zwar hat der Alltag wieder Einzug ins Märchental Bad Grund gehalten, aber das Sommerferienprogramm dürfte nicht nur den beiden Pächtern Sarah Hoffmann und Gordon Dammeyer in bester Erinnerung sein. Denn, auch wenn sich das Wetter nicht immer von seiner besten Seite gezeigt hat, kamen die einzelnen Aktionen so gut bei den kleinen und großen Gästen an, dass die Planung für die Herbstferien schon im vollen Gange ist.

Die beiden sind zwar bei ihrer Sommerferienkationen ganz spontan durchgestartet, stellten dabei aber fest, dass der Sprung ins kalte Veranstaltungswasser ganz bestimmt nicht schlecht gewesen ist. Denn es sind viele mitgesprungen. „Corona fördert halt die Spontanität“, davon sind beide überzeugt. Außerdem kam das Oberthema, etwas zu bewegen und nach Geschmack auszuprobieren und dabei ein Talent zu entdecken, sowohl bei auswärtigen, als auch bei einheimischen Gästen sehr gut an.

Sarah Hoffmann erinnert sich, dass zu den Sommergästen auch Kinder zählten, die Angst vor den Hexen hatten. Als sie aber vernahmen, dass es nicht bloß gute und böse Menschen, sondern auch Hexen dieser beiden Kategorien gibt, war die Angst der Neugier gewichen.

Und so wurde gleich zu Beginn die Kräuterspirale erstürmt, denn um die webte sich die Geschichte um die vergessliche Kräuterhexe, die insbesondere die Hilfe der Kinder benötigt. Kleine Namensschilder, wiederum halfen den kleinen Kräutersammlern beim zuordnen, es durfte aber auch probiert und gerochen werden. Die Erwachsenen staunten nicht schlecht, was der Nachwuchs schon wusste. Auch wenn Petersilie und Thymian die Wissensrenner waren, zog auch das „Kraut der Unsterblichkeit“, was in China beheimatet ist und jetzt auch im Märchental wächst, in den Bann. Wer übrigens das Kräuter-Rätsel zu lösen wusste, bekam zum Dank einen Tee. Die Kräuterspirale darf selbstredend auch während der normalen Öffnungszeiten begangen werden.

Zurück zur Ferienzeit: Während sich hauptsächlich die jungen Gäste von Peter Nydegger zeigen ließen, wie das eigene Glück geschmiedet oder auch Tiere geschnitzt werden können, zog die „Schwarzlicht-Nacht“ die Großen an. In geheimnisvollen Lichtspielen waren nicht nur Geschichten zu hören, die Gäste durften auch selbst welche erzählen oder auch mal in eine der Hauptrollen schlüpfen. „Märchen zu Leben zu erwecken, was einfach schön“, so einige der Besucher. Märchen kennen zu lernen war nicht minder bezaubernd. Denn es gab nicht wenige Zuhörer, die sich über Theodor Storms "Regentrude“ freuten. Von der hatten sie bislang noch nichts vernommen. Nicht minder groß kam bei den jungen Entdeckern das Erlernen der Kunst, Papier nicht nur zu falten, sondern mit ihm auch zu gestalten.

Mittlerweile hat das Märchental mittwochs von 13 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. In den Herbstferien wird es auch an anderen Tagen die Tür aufschließen, die genauen Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben, denn da muss sich wieder für angemeldet werden.


Die Kinder waren begeistert von der Papierkunst

Auch Gäste lasen unter geheimnisvollem Licht Geschichten vor.

Für einen Abend war das Märchental in zauberhaftes Schwarzlicht getaucht worden.

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