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01.09.2020

Superhelden tragen Masken


Einschulung an der KGS Gieboldehausen unter Coronabedingungen

von Christian Dolle

In diesem Jahr ist alles anders. Das gilt selbstverständlich auch für Einschulungen. So sind in der Aula der KGS Gieboldehausen Stühle in ausreichend voneinander entfernt stehenden Dreiergruppen verteilt. Auf ihnen können die neuen Fünftklässler mit ihren Eltern Platz nehmen, natürlich nur klassenweise, anders geht es eben gerade nicht.

„In der Vorbereitung und Durchführung ist es ein Mehraufwand“, sagen Schulleiterin Heike Lautenbacher und die didaktische Leiterin Theodora Bernsdorff-Lösekrug mit einem Lächeln, „aber mit den Abschlussklassen im letzten Schuljahres haben wir es ja schon erprobt.“ Zudem, so loben sie, sei das Kollegium auch ausgesprochen teamfähig und kreativ, was die Umsetzung momentan notwendiger Maßnahmen angeht.

Voraussetzung dafür sei vor allem die Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen, und hier spiele durchaus eine Rolle, dass das Kollegium an der KGS eben recht jung sei bzw. dass Erfahrung und neue Ideen zusammenkommen. Genau das schätzen beide an der Schule, weil, wie sie sagen, so produktiv und im Sinne der insgesamt mehr als 600 Schülerinnen und Schüler gearbeitet werden kann.

Für die ist es dann soweit, also zumindest für die 74 Neuen, von denen nun die Ersten auf die Feierlichkeiten zu ihrer Einschulung warten. „Superhelden“ lautet das Motto, das zeigt auch die Deko, doch mit Hollywood hat es nichts zu tun als es dunkel wird und ein Video auf der Leinwand startet. Es ist eine Grußbotschaft von Pfarrer Matthias Kaminski und Pastor Jens-Arne Edelmann, für Letzteren sozusagen die allerletzte Amtshandlung in Gieboldehausen, denn eigentlich wurde er ja schon offiziell verabschiedet.

Weiter geht es dann mit herzlichen Begrüßungsworten der Schulleitung und der Klassenlehrer sowie Musik von Violinistin Ida Weber. Zum Höhepunkt werden die Schülerinnen und Schüler einzeln auf die Bühne gerufen und bekommen eine Mund-Nase-Maske mit dem Schullogo geschenkt, denn Superhelden, das ist ja klar, tragen coole Masken.

Trotz der besonderen Umstände ist es feierlich, gar nicht mal so verkrampft, wie mancher vielleicht vermuten würde, und auch mit Mindestabstand durchaus herzlich. „Eine Einschulung ist immer etwas aufregend und eben ein besonderer Moment“, sagt Heike Lautenbacher, „ich bin jedenfalls froh, es mitgestalten zu können.“ Sie will auf jeden Fall aus der Not eine Tugend machen, doch inwieweit das neue Schuljahr jetzt normal verläuft, wird sich wohl erst in den kommenden Wochen zeigen.


Für jeden neuen Schüler gab es eine Maske

Nicht nur die Schüler, auch die Lehrer sind Superhelden

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