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02.07.2020

Heizung der Superlative im Keller des Gesundheitszentrums


Haustechniker Thorsten Wolf kontrolliert die Technik

von Petra Bordfeld

Nicht nur im Erdgeschoss und der ersten Etage des Gesundheitszentrums ist viel Bautechnisches geschehen, auch im "Untergrund“ ist die Zeit des Fortschrittes nicht stehen geblieben. Schließlich musste die erst 15 Jahre alte Heizungsanlage einer neuen weichen. Weil sie nicht mehr die vorgeschriebenen Werte erreicht und nicht nachgerüstet werden konnte, wird sie jetzt langsam zurückgebaut.

Damit haben auch die Fließbänder, welche die Hackschnitzel transportierten, ausgedient. Die neue Generation der Förderschnecken führt auf insgesamt 19 verbaute Meter Länge durch das gesamte Gebäude. Staub und Dreck gehören damit der Vergangenheit an. Durch sie „fließen“ Holzschnitzel aus dieser Region, denn Dr. Oswald Sander wollte weder auf Öl noch auf Gas umsteigen. Wer da nun glaubt, es komme durch die Hackschnitzel zu großen Müllmengen, der irrt. Denn ein Kilogramm Holz sind am Ende drei Gramm Asche. Außerdem kann das Material direkt vom LKW aus in den Vorratsraum umgefüllt werden. Übrigens wurden auch die Schornsteine erneuert.

Das Herzstück ist die Heizung der Firma Herz, die seit 1896 besteht, mit ihren beiden Anlagen, die jeweils eine Leistung von 450 Kilowatt haben. In Verbindung mit der Förderschnecke bis hin zur Verbrennung ist da eine ganz neue Technik-Generation  aufgebaut worden. „Die jetzige Anlage macht alles allein, nur mit Hackschnitzeln gefüllt werden muss sie noch“, so Dr. Sander.

Und sie weist weiter mehrere Puffer-Speicher auf, die jeweils bis zu 30.000 Liter Wasser fassen können. Damit werden auch die Wassermengen auf Vorrat (70 Grad) für das Warmwasser in der Nacht gespeichert.

Mit dieser Heizung wird allerdings nicht nur das Gesundheitszentrum mit seinem Schwimm- und Bewegungsbad versorgt, sondern ebenso der gesamte Sander-Komplex, zu dem das Seniorenheim, das Betreute Wohnen und das Atrium zählen.

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Blick auf einen kleinen Teil der -Schnecken-

 

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