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18.06.2020

Budget des Gebäudemanagements muss neu geordnet werden


Mitglieder des Bau-, Umwelt- und Feuerschutzausschusses besichtigten die Immobilien der Bergstadt Bad Grund.

von Herma Niemann

Die jüngste Sitzung des Bau-, Umwelt- und Feuerschutzausschusses nutzten die Mitglieder, um sich einen Eindruck über die eigenen Immobilien der Bergstadt zu verschaffen. Ziel war, sich die Häuser und Räumlichkeiten erst einmal nur anzusehen, um sich über den aktuellen Stand zu informieren.

Treffpunkt war am Feuerwehrgerätehaus, wo zunächst die Problematik der engen Räumlichkeiten diskutiert wurde. „Die Fahrzeughalle ist eng, das ist bekannt“, so der Ortsbrandmeister Dirk Blanke. Das liege aber auch daran, dass in der Vergangenheit die Fahrzeuge immer moderner und größer geworden seien. Dennoch sei in den vergangenen Jahren ein bisschen Platz geschaffen worden, weil einige Dinge ausgelagert wurden. Trotzdem sei das Ankleiden der Feuerwehrkameraden nur gestattet, wenn die Fahrzeuge nicht in der Halle stehen.

Momentan warte man noch auf den Bericht der Feuerwehrunfallkasse, aus dem man eventuelle Mängel oder Empfehlungen entnehmen könne. Weiter erklärte der Kämmerer der Gemeinde Bad Grund, Volker Höfert, dass die über der Feuerwehrhalle liegende Wohnung mit 105 Quadratmetern momentan leer stehe. Leider seien davon nur rund 50 Quadratmeter beheizbar. Und auch ansonsten bestünde dort ein enormer Sanierungs- und Renovierungsaufwand.

Aus Sicht des Ordnungsamtes gab Fred Langner (Leiter Bau- und Ordnungsverwaltung) jedoch zu bedenken, dass es schon mal vorkäme, dass man kurzfristig Familien mit Kindern, die aus ihrer Wohnung raus müssten, irgendwo kurzfristig unterbringen müsste. Eine Idee aus der Ausschussrunde war auch, ob man nicht einen Teil der Wohnung der Feuerwehr zum Ankleiden zur Verfügung stellen könne, die dann mit einer Stange in die Halle rutschen könnten. Der MTW der Feuerwehr steht in der gegenüberliegenden Garage, in der man künftig auch noch mehr Platz schaffen könnte.

Als nächstes war das ehemalige Rathaus am Markt 18/19 dran. Hierzu sagte Höfert, dass man einen Zuschussantrag zur Sanierung des Daches, der Außenfassade, der Fenster und für den Bau eines barrierefreien Eingang gestellt habe. Ebenso soll ein zweiter Rettungsweg entstehen und eine öffentliche Toilettenanlage gebaut werden. Ein Bescheid sei noch nicht da. In dem Gebäude werden verschiedene Räume von Vereinen, Verbänden, der Initiative Zukunftsbergstadt und von dem Projektmanager Nikolai Simon-Hallensleben genutzt.

Zu guter Letzt war das Mietshaus in der Clausthaler Straße dran, das auch als Lehrerhaus bekannt ist. In dem Haus befinden fünf Wohneinheiten, wovon vier vermietet sind. In der zuletzt renovierten Wohnung wurde das Bad, die Böden und die vertäfelten Wände komplett neu gemacht. Die Wohnung im Dachgeschoss steht momentan leer, müsste aber auch renoviert werden. Die Mieteinnahmen betragen momentan rund 10.000 Euro im Jahr.

Der Kämmerer fasste noch einmal zusammen, dass man in der vorherigen Sitzung bereits schon einmal das Budget für das Gebäudemanagement angesprochen habe, ebenso wie die Frage, ob die Höhe noch ausreichend sei. „Wir haben einen festen Rahmen und können diesen jedes Jahr für bestimmte Dinge festlegen. Es macht aber Sinn, das Budget neu zu ordnen“, so Höfert. Sollte man das Budget erhöhen, müsse man sich aber auch fragen, an welchen anderen Stelle man diesen Betrag wiederum einspare. Zu Bedenken gab Höfert aber auch, dass man mit den Maßnahmen an den Kindergärten und den Schulen noch nicht ganz durch sei.

Am Ende des Rundganges gab Langner noch bekannt, dass die Abnahme der Straßenbaumaßnahme am Rösteberg am 30. Juni und für die Maßnahme Schurfbergstraße ungefähr Ende August erfolge. In den kommenden Sitzungen sollen nach und nach auch die eigenen Immobilien der anderen Ortschaften der Gemeinde besichtigt werden.

BU

Bekanntes Problem: nicht nur wie hier in Bad Grund sind die Feuerwehrgerätehäuser durch immer größer werdende Fahrzeuge zu eng geworden.

In der gegenüberliegende Garage des Feuerwehrgerätehauses ist der Mannschaftstransportwagen untergebracht.

Die Mitglieder des Bau-, Umwelt- und Feuerschutzausschusses besichtigten die Eigenimmobilien der Bergstadt Bad Grund, unter anderem das ehemalige Rathaus.

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