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08.06.2020

Systemtrenner sorgen für mehr Sicherheit


v.l.: Dipl.-Ing. Uwe Schiller (Leiter der Ver- und Entsorgungsbetriebe), Harald Dietzmann, Thomas Wenzel (Gemeindebrandmeister) und Fred Langner (Leiter Bau- und Ordnungsverwaltung) präsentieren eins der Systemtrenner-Sets vor dem Feuerwehrgerätehaus in Windhausen

Die Gemeinde Bad Grund investiert in den Brandschutz und beugt der Hygiene beim Trinkwasser vor

...von Herma Niemann

Bekanntlich löscht die Feuerwehr mit Wasser, aber eben auch mit Schaummittel. Gelöscht wird hauptsächlich mit Wasser aus dem Leitungsnetz der Gemeinde. Theoretisch könnte es unter ungünstigen Umständen beim Fehlen geeigneter Sicherheitseinrichtungen zu Verunreinigungen des Trinkwassers infolge eines Rückflusses des Wassers oder des Schaums in das Rohrnetz kommen, wie der Gemeindebrandmeister Thomas Wenzel bei einem Ortstermin in Windhausen berichtet.

Das sei zwar noch nie in der Gemeinde vorgekommen, aber im Ernstfall könne durchaus auch mal etwas schief gehen in Anbetracht einer im wahrsten Sinne brenzligen Situation. „Unsere Pumpen sind stark, dadurch ziehen sich auch die Rohrleitungen zusammen“.

Die Trinkwasserqualität könnte Einbußen erleiden, aber es könnten auch Rohrbrüche durch Druckveränderungen zustande kommen. Aus diesem Grund hat die Verwaltung der Gemeinde Bad Grund rund 18.700 Euro investiert und insgesamt acht Systemtrenner-Sets für alle Löschfahrzeuge der Ortsfeuerwehren in der Gemeinde angeschafft. Feuerwehr-Systemtrenner dienen zur Trennung der Versorgungs- und Löschleitung und sichern das Versorgungsnetz am Standrohr beziehungsweise am Überflurhydranten gegen Rückdrücken, Rücksaugen oder Rückfließen von Löschschaum ins Trinkwassernetz. „Wir nehmen den Hygieneschutz ernst, denn das beutet auch Trinkwasserschutz“, so Wenzel.

Man habe sich lange mit diesem Thema beschäftigt und informiert, so der Bürgermeister der Gemeinde Bad Grund, Harald Dietzmann. Anforderungen an die entsprechende DIN-Norm im Feuerwehrwesen hätten die Anschaffung nahe gelegt. „Wir sorgen mit der Anschaffung vor und gehen auf Nummer sicher“, so Dietzmann „das zeigt, dass wir Wert legen auf den Trinkwasserschutz und werden zugleich auch den Anforderungen im Brandschutz gerecht. Technisch sind unsere Feuerwehren sehr gut ausgestattet“.

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Ein Set besteht aus drei Teilen: dem Sammelstück, einem neuen Standrohr und dem Systemtrenner

 

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