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06.06.2020

Technisch auf dem aktuellen Stand: die neue Drehleiter für die Gemeinde Bad Grund


v.l.: Gemeindebrandmeister Thomas Wenzel, der Bürgermeister der Gemeinde Bad Grund Harald Dietzmann, Olaf de Vries (Vorsitzender Bau-, Umwelt- und Feuerschutzausschuss), Fred Langner (Leiter Bau- und Ordnungsverwaltung), der Bürgermeister von Bad Grund Ho

Seit Dezember sorgt das Fahrzeug für mehr Sicherheit/Drehleiter kann bis zu 32 Meter hoch ausfahren

...von Herma Niemann

Vom Gemeinderatsbeschluss bis zur Übernahme hat es keine neun Monate gedauert. „Rekordzeit“ nennt es der Gemeindebrandmeister Thomas Wenzel und kann sich zusammen mit den Feuerwehrkameraden aus Bad Grund, aber auch mit den Kameraden aus der gesamten Gemeinde über die neue Drehleiter DLA (K) 23/12 freuen.

Hochmodern, auf dem neuesten Stand und als ein wahres Schmuckstück präsentierte sich das neue Feuerwehrfahrzeug mit Rettungskorb am Donnerstag vor dem Feuerwehrgerätehaus in Bad Grund. Butterweich fährt die Hydraulik die Rettungsleiter mit Korb aus, bis zu einer Höhe von 32 Metern. Eigentlich sollte die Drehleier schon eher den Einwohnern der Gemeinde vorgestellt werden, aber leider machte die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung, wie der Ortsbrandmeister von Bad Grund, Dirk Blanke, bei dem Ortstermin betont. In der Zwischenzeit habe eine sogenannte Multiplikatoren-Ausbildung in Karlsruhe stattgefunden.

Die Multiplikatoren wiederum bilden die Maschinisten und die wiederum die Mannschaften aus. Das alles waren Sonderstunden, denn momentan dürfen weder theoretische, noch praktische Dienstübungen stattfinden. „Wir mussten alles auf das dringend Nötigste beschränken“, so Wenzel, dennoch brauche sich niemand um die Sicherheit im Brandfall Gedanken machen. Die Drehleiter dient vornehmlich der Rettung von Menschen. Sie verfügt über einen Korb, der am sogenannten Leiterpark fest montiert ist. Dadurch ist es möglich, gerettete Personen sicher nach unten zu befördern. Auch eine Halterung für eine Krankentrage kann auf dem Korb montiert werden. Hierdurch ist es möglich, einen auf der Trage liegenden Verletzten aus einer hochgelegenen Einsatzstelle schonend zur Erde zu transportieren. Zusätzlich sind am Leiterkorb Scheinwerfer zur Ausleuchtung der Einsatzstelle angebracht. Für den Löschangriff von außen können wahlweise ein Wenderohr oder zwei Hohlstrahlrohre eingesetzt werden. Zum Eigenschutz der Einsatzkräfte im Korb befinden sich in dessen Boden Selbstschutzdüsen, die den Korb in einen Wassernebel legen.

Möglich gemacht wurde die Anschaffung in Höhe von rund 670.000 Euro durch einen Förderbescheid des Innenministeriums des Landes Niedersachsen in Höhe von rund 350.000 Euro, der Rest wurde aus Haushaltsmitteln der Gemeinde bestritten.

Wenzel dankte für die überaus gute Zusammenarbeit von Gemeinderat und der Verwaltung mit den Feuerwehren der Gemeinde, wie auch allen anderen an der Beschaffung Beteiligten, wie der Firma Murer Feuerschutz und dem Vertriebspartner Rosenbauer. Mit der neuen Drehleiter sei man in der Gemeinde technisch auf dem neuesten Stand, so der Bürgermeister der Gemeinde Bad Grund, Harald Dietzmann. Die technischen Voraussetzungen ermöglichen bei einem Brandeinsatz eine Schadensminimierung bei den Betroffenen. Zudem wolle die Gemeinde mit der Anschaffung für Nachhaltigkeit sorgen. „Dass die Gemeinde dafür viel Geld in die Hand genommen hat, motiviert natürlich nicht nur die Feuerwehrleute. Wir wollen damit auch unsere Wertschätzung für ihren ständigen Einsatz ausdrücken“, betonte Dietzmann.

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Das Fahrzeug wurde im Dezember des vergangenen Jahres ausgeliefert. Seitdem fanden Schulungen statt

Die neue Drehleiter Typ DLA (K) 23/12 hat einen Rettungskorb kann bis zu 32 Meter in der Höhe ausfahren

 

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