Sport

09.12.2019

Sportlichen Darbietungen, interessanten Gespräche und beste Unterhaltung.


Das Mischgemüse holte die Flower-power-Zeit nach Hattorf.

beim 48. Gaufrauentreffen in Hattorf

von Petra Bordfeld

Hattorf. Das bereits 48ste Gaufrauentreffen, welches von der TG LaPeKa im Namen des Turnkreises Osterode in der Halle des Dorfgemeinschaftshauses Hattorf ausgerichtet wurde, sollte sich wieder zu einem absoluten Volltreffer entpuppen. Denn weit über 400 Frauen aus 25 Vereinen und einige, gern geduldete Männer, wollten sich den von sportlichen Darbietungen und interessanten Gesprächen getragenen Nachmittag nicht entgehen lassen.

Schließlich versprachen die Gruppen aus diversen Vereinen und das „Mischgemüse“ (Sport- und Freizeitclub Harz-Weser) beste Unterhaltung. Doch bevor die erste Vorsitzende des Turnkreises Osterode, Helga Maaß, und Grußwortredner sowie –rednerinnen den Weg zum Mikrophon einschlagen durften, führte erst einmal das „Mischgemüse“ die schwungvolle Eröffnungsregie. Die Frauen und Männer nahmen den Titel des Musikstückes „Hau drupp“ sehr wörtlich und wussten die Balltrommeln überzeugend zu beherrschen.

Dann begrüßte Helga Maaß alle mit den Worten „Jetzt kann`s losgehen“. Sie erinnerte daran, dass sich beim zurückliegenden Turntag so ziemlich alle Delegierte für diese Bezeichnung ausgesprochen hatte. Und sie dankte der TG LaPeKa für das Ausrichten des diesjährigen Treffens sowie dem Hausmeister Jörg Böttcher, Marion Meyer für die Organisation, der Freiwilligen Feuerwehr Hattorf für die gelungenen Vorbereitungen und das gute Zusammenspiel.

Sie räumte aber auch gleich mit einem Gerücht auf, dass sich durch dieses Treffen geschlichen hatte. Das Gaufrauentreffen wird mit Sicherheit nicht aufgelöst. „Es wäre doch idiotisch, so kurz vor dem 50sten diesen Schritt zu gehen“. Sie wisse gar nicht, wer diese makabre Idee in die Welt gesetzt habe. „Das Gaufrauentreffen wird es weiter geben und es wird auch in den nächsten Jahren im DGH Hattorf stattfinden“.

Dr. Andreas Philippi war als stellvertretender Landrat nach Hattorf gekommen. Zu diesem sportlichen Treffen war er übrigens mit dem Fahrrad angereist. Er versicherte, dass er es bestimmt nicht schlimm findet, dass es ein Gaufrauentreffen ist. Denn dieser Begriff sei letztendlich „nur" in bestimmter Zeit missbräuchlich genutzt worden. Mit verschmitztem Lächeln betonte er, dass er immer gerne dort wäre, wo viele Frauen anzutreffen sind. „Machen sie weiter so, damit ich auch zum 50ten Treffen kommen kann“. Schließlich seien derartige Veranstaltungen eine ebenso wichtige Sache wie Sportstunden, die hielten letztendlich jung und fit.

Hans-Joachim Kohlstedt trat als Ortsbürgermeister der drei Seestädte Lasfelde, Petershütte und Katzenstein ans Mikrophon und dankte der TG LaPeKa dafür, dass sie diesmal das Gaufrauentreffen ausgerichtet hatte. So hatte er die Möglichkeit bekommen, als Mann daran teilnehmen zu dürfen.

Er mahnte an, dass dieses Treffen vom Ehrenamt lebt. Deshalb sei es gerade in der heutigen Zeit wichtig, das Ehrenamt zu pflegen. Er rief alle Politiker aus Bund, Land und im Kommunalbereich auf, das Ehrenamt tatkräftig zu unterstützen und Anreize zu schaffen, damit es nicht eines Tages zu Ende geht. Seine Hochachtung gelte allen, die sich für den Sport einsetzen und auch noch führende Aufgaben, wie Jugendleiter, Trainer, Vorstandsarbeit oder Überungleitern übernehmen.

Hattorfs Bürgermeister Frank Kaiser machte es ganz kurz. Er brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, so ein volles Haus vorzufinden und versicherte, dass er sich schon jetzt auf das 50ste Gaufrauentreffen freue.

Renate Wagner meldete sich als Vorstandsmitglied des KreisSportBundes Göttingen/Osterode zu Wort, zitierte einige Zeilen aus Sarah Conners Hit „Ich wünsch dir all das Glück dieser Welt“, und stellte klar, dass genau das für ein schönes Leben ausreiche. „Lasst uns gemeinsam etwas tun für unsere Dörfer, unsere Vereine und damit letztendlich auch für uns selbst“. Sie sprach dem Turnkreis Osterode und der TG LaPeKa ein großes Dankeschön für das 48ste Gaufrauentreffen aus. Jeweils ein blumiges Dankeschön überreichte sie traditonelle vier Frauen. Es waren Monika Woiwode und Doris Ellermann, die ehemaligen stellvertretenden Vorsitzenden für Frauen und Ältere, sowie die jetzige Frauenbeauftragte Monika Meyer, welche die Organisationsfäden in den Händen hielt, und Helga Maaß.

Aber auch Anja Biehl, Vorsitzende der TG LaPeKa, ließ es sich nicht nehmen, ein paar Worte an die große Gemeinschaft zu richten und die TG vorzustellen. Bevor die Frauen dann Kaffee und Tee ausschenkten, stellten diese sich erst einmal tänzerisch mit Luftballonen vor, die dann in Kannen ausgetauscht wurden.

Doch das Publikum ließ sich nicht bloß Kaffee, Tee und Kuchen schmecken, sondern genoss die Darbietungen, die ausnahmslos atemberaubend waren. Die Beifallsstürme machten das immer wieder deutlich.

Die TVG Hattorf erfüllte den Hit „We go together“ mit überzeugender, harmonischer Bewegung. Das i-Tüpfelchen war dabei übrigens die fesche Kleidung. Die Line Dancer des Sportvereins Zorge stellten unter Beweis, dass Country-Musik und der Tanz dazu noch immer in sind.

Der „Finale scream“-Nachwuchs des TV Hörden wusste mit seinen Darbietungen ebenso zu überzeugen und zu faszinieren wie die Piratinnen der TG La-Pe-Ka, die es sogar schafften ein Schiff aufs Parkett vor Anker gehen zu lassen. Die Fitnessgruppe des TV Hörden zeigte auf, dass sie nicht nur diesen Namen trägt, sondern, dass sie ihn auch verkörpert. Und die Frauen des MTV Förste traten ebenfalls in überzeugenden Einklang auf.

Dann betrat erneut das „Mischgemüse“ (Sport- und Freizeitclub Harz-Weser) das Parkett und entführte in die Zeit der 60er, wo das Musical „Hair“, als Meilenstein der Popkultur den Hithimmel erklommen und die Flower-Power-Zeit ihre Hauptblüte hatte. Der Auftritt war so bunt, das manch eine Blume vor Neid erblasst wäre.

Nach einer kurzen Pause eröffnete der TSV Bad Sachsa den zweiten Teil. Dem schlossen sich der TV Hörden und die TG LaPeKa an, die noch einmal allein auftrat. Der TV Pöhlde sorgte für eine ganz besondere Überraschung. Es war nicht die Hockergymnastik, sondern die „Besatzung“. Denn neun Frauen im Alter von 90 bis 95 Jahren zeigten mit der „Tritsch-trasch Polka“ von Johann Strauß auf, wie jung sie geblieben sind. Die TG-la-Pe-Ka wiederum verabschiedete alle mit dem letzten Tanz.

Doch die Fläche sollte sich nicht leeren, denn die TG holte noch fast alle Frauen und Männer zu sich und schwofte mit ihr dem Gaufrauentreffenschluss entgegen.


Der Nachwuchs des TV Hörden war in seinem Element.

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Die Fitnesstruppe des TV Hörden wusste zu überzeugen.

Die Piratinnen der TG LaPeKa kamen mit einem sehr beweglichen Schiff.

Die Tänzerinnen der TVG Hattorf wussten zu begeistern.

Renate Wagner (Mi.) mit Doris Ellermann, Monika Woiwode, Helga Maaß und Marion Meyer (v. li. n. re.)

 

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