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05.12.2019

Geschäftsmodelle im Mittelpunkt


PD Dr. Mark Euler referierte beim 11. Startup und Innovation Meetup.

von Ralf Gießler

Rund um Geschäftsmodelle ging es beim 11. Startup und Innovation Meetup, veranstaltet vom SüdniedersachsenInnovationsCampus (SNIC), der Wirtschaftsförderung Region Göttingen (WRG) sowie Startup Göttingen: Was macht ein erfolgreiches Geschäftsmodells aus, wie wird es erstellt oder wie kann ein bestehendes Modell weiterentwickelt werden? Fragen, die PD Dr. Mark Euler oft von Unternehmensgründern zu hören bekommt. Antworten darauf gab er bei seinem Vortrag in der Aegidienstraße 8.

Als Gründungsberater im ZE Zentrum für Entrepreneurship der PFH Private Hochschule Göttingen und Referent der SNIC-Innovationsakademie verfügt Mark Euler über viel Erfahrung in diesem Metier. Zunächst wurden Komponenten einer Idee sowie dazu die konkreten Aufbauelemente vorgestellt. Der Referent erläuterte, dass es bisher keine einheitliche, allgemein anerkannte Definition von Geschäftsmodellen gebe. Ein Modell sei darüber definiert, wer die Kunden seien, was verkauft werde, wie man es herstelle und wie man einen Ertrag realisiere. Zu Beginn einer jeden unternehmerischen Tätigkeit sei zunächst allerdings nichts wichtiger als bestehende Netzwerke zu nutzen. Diese seien als quasi vertrauensbildende Maßnahme zu verstehen und unabdingbar.

Nach einem kurzen Theorieteil stellte Dr. Euler einige sehr erfolgreiche innovative Geschäftsmodelle vor, z.B. "power-by-the-hour" vom Flugzeugturbinenhersteller Rolls-Royce. Hier würden die Airlines nur noch die Betriebsstunden der Turbinen bezahlen. Die Turbine selbst bleibt im Besitz von Rolls-Royce. Dem Traditionsunternehmen ist es damit gelungen, konstante Umsatzströme zu generieren und durch ein effizientes Servicekonzept die Kosten zu senken. Als Beispiel für ein Social Business wurde "Dialog im Dunkeln" benannt. Die Idee dabei ist, dass sich in einem finsteren Raum blinde und sehende Menschen begegnen und mit "vertauschten Rollen" zusammen kommen. Die Eintrittseinnahmen und Workshops trugen dazu bei, Arbeitsplätze bislang für über 9000 blinde Mitarbeiter zu schaffen.

Als weitere innovative Ideen wurden Zeit-Cafes, Teekampagne, Airbnb und Turntoo angesprochen. Um so erfolgreich agieren zu können sei es unabdingbar, die dominante Branchenlogik zu durchbrechen und Ideen außerhalb existierender Denkschemata zu entwickeln. Nur so könne wirklich Neues entstehen. Das 12. Startup und Innovation Meetup findet Ende Januar 2020 an gleicher Stelle statt.

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Referent PD Dr. Mark Euler


 

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